Sind Sie gut mit Jod versorgt?

"Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement für den menschlichen Körper. Auch wenn es nur in kleinsten Mengen gebraucht wird, ist es Voraussetzung für das optimale Arbeiten der Schilddrüse.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bemüht sich seit vielen Jahren, den Jodmangel weltweit zu reduzieren. Die Jodversorgung wird in Deutschland als sehr gut, jedoch nicht jodmangelfrei eingestuft. Bei 17 % der Kinder und Jugendlichen herrscht ein Jodmangel. Kontinuierliche Aufklärung und Wachsamkeit sind weiterhin notwendig.

Wozu brauchen wir Jod?
Das Element Jod, das nur in Spuren in der Natur vorkommt, ist ein wesentlicher Bestandteil der
Schilddrüsenhormone L-Thyronin und L-Thyroxin. Diese Botenstoffe steuern viele wichtige Körper-
funktionen. Sie haben Einfluss auf Herz und Kreislauf, den Fett-, Zucker- und Eiweißstoffwechsel,
den Mineral- und Wasserhaushalt, auf den weiblichen Zyklus und das psychische Wohlbefinden.
Der Mensch nimmt Jod in Form von wasserlöslichem Jodid über die Nahrung auf.

Was sind die Folgen von Jodmangel?
Steht der Schilddrüse zu wenig Jod zur Hormonproduktion zur Verfügung, versucht sie den Mangel
auszugleichen und vergrößert sich. Der Halsumfang nimmt zu, der Patient empfindet ein Druckgefühl im Hals. Es entsteht ein Jod-Mangel-Kropf, der mit Atem- und Schluckbeschwerden einhergehen kann. Ungefähr ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland hat eine behandlungsbedürftige Schilddrüsenveränderung. Abhängig vom Krankheitsstadium fühlen sich die Betroffenen antriebslos und müde oder reagieren mit innerer Unruhe und Beklemmungszuständen. Auch Schlafstörungen und erhöhte Infektanfälligkeit können Folgen einer gestörten Schilddrüsenfunktion sein. Wird eine Behandlung zu spät eingeleitet, kann es zur Bildung von Knoten mit unkontrollierter Hormonproduktion kommen.

Wie kommt es zu Jodmangel?
Böden und Grundwasser in Deutschland fehlt es an Jod. Das bedeutet, heimische Nahrungsmittel können den Bedarf an Jod allein nicht sicherstellen. Mit Ausnahme von Meeresfischen enthalten unsere Lebensmittel zu geringe Mengen an Jod.

Wer ist besonders gefährdet?
Schwangere und Stillende
Säuglinge und Kleinkinder
Schulkinder und Jugendliche
Werdende Mütter benötigen von Beginn der Schwangerschaft an mehr Jod. Knochenwachstum und Gehirnreifung des Kindes hängen von einer ausreichenden Jodversorgung der Mutter ab. Konzentrations- und Lernschwäche bei Kindern und Jugendlichen kann auf Jodmangel beruhen.

Wieviel Jodid brauchen wir täglich?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt:
Kinder von 1 - 6 Jahre 100 - 140 Mikrogramm
Kinder von 7 - 12 Jahre 140 - 180 Mikrogramm
Jugendliche und Erwachsene 200 Mikrogramm
Schwangere und Stillende 230 - 260 Mikrogramm

Wie ernähren Sie sich richtig?
Nehmen Sie in Ihren Speiseplan vermehrt jodidhaltige Lebensmittel wie Meeresfische, Milch und Milchprodukte, Hühnerei, jodidhaltige Mineralwässer, jodiertes Speisesalz auf.

1 - 2 Seefischmahlzeiten pro Woche und der tägliche Verzehr von Milch- und Milchprodukten verbessern Ihre Jodbilanz. Der Jodgehalt von Milch schwankt allerdings, er ist abhängig von der Fütterung der Tiere. Jodiertes Speisesalz enthält 15-15μg Jod pro g Salz. Bei selbst gefertigter Säuglingsmilch und Beikost soll auf ausreichenden Jodidgehalt geachtet werden.

Was können Sie noch tun?
Um einem Jodmangel vorzubeugen, ergänzen Sie Ihre Nahrung durch geeignete jodidhaltige Vitamin-
und Mineralstoffpräparate aus Ihrer Apotheke. Ihr Apotheker berät Sie gerne nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Bitte beachten Sie!
Bei vorliegender Schilddrüsenerkrankung muss die zusätzliche Gabe von Jodid mit Ihrem Arzt abgesprochen werden."

Quelle und ® Bayerische Landesapothekerkammer, Maria-Theresia-Str. 28, 81675 München. Diese Informationen stammen aus einem Merkblatt, entwickelt vom Qualitätszirkel Pharmazeutische Betreuung Bad Tölz unter Leitung v. Frau Wintermeier-Frühschütz. Die Mitglieder des Qualitätszirkels haben die vorliegenden Informationen mit größtmöglicher Sorgfalt zusammengetragen. Dennoch übernehmen Verfasser und Herausgeber keinerlei Gewähr, insbesondere für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität. Stand Oktober 2009


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