Die Zecke - die häufigsten Irrtümer

Es kursieren viele falsche Vorstellungen über das Verhalten der Zecke – auch was die Krankheiten angeht, die sie auslösen kann. Hier finden Sie eine Zusammenstellung der häufigsten Irrtümer:

1. Zecken fallen von den Bäumen.

Die Zecke lässt sich nicht von Bäumen fallen. Sie sitzt auf Grashälmen, an Buschzweigen und im Unterholz. Dort lauert sie auf Warmblüter, d. h. Tiere und Menschen. Die Zecke lässt sich im Vorübergehen von den Warmblütern abstreifen.

2. Besonders Jäger und Forstarbeiter sind die Opfer von Zecken.

Das war früher der Fall. Durch das veränderte Freizeitverhalten sind heute auch andere Gruppen gefährdet, von einer Zecke gestochen zu werden. So sind 90 Prozent der FSME-Infizierten Menschen, die ihre Freizeit mit Gartenarbeit, Camping oder Wanderung gestalten.

3. Frühsommer-Meningo-Enzephalitis? Die Krankheit kommt nur im Frühsommer vor.

Der Name der Krankheit täuscht. Die Zecken, die FSME übertragen, sind ab sieben Grad Celsius aktiv. Liegt im Winter über einen längeren Zeitraum die Temperatur darüber, bleiben die Zecken aktiv und können auch in dieser Jahreszeit zustechen und Menschen infizieren. Der Begriff Frühsommer beruht darauf, dass die Krankheit in diesem Zeitraum beschrieben wurde.

4. Bei uns besteht keine Infektionsgefahr durch Zeckenstiche.

Das ist falsch. Überall in Deutschland gibt es Zecken, die die Krankheit Lyme-Borreliose übertragen können. Zecken, die das FSME-Virus übertragen, sind hauptsächlich in Süddeutschland aktiv. Allerdings beobachtet man in den letzten Jahren eine Ausweitung der FSME-Risikogebiete in Richtung Norden.

5. Mit der richtigen Kleidung kann ich mich schützen.

Im Prinzip halten Gummistiefel und lange Hosen Zecken ab oder zumindest auf. Sicheren Schutz kann Kleidung allein jedoch nicht gewähren. Zecken können auf der Suche nach einer geeigneten Stichstelle eine ganze Weile herumkrabbeln.

6. Rechtzeitiges Entfernen der Zecke reicht aus.

Das stimmt nur bedingt. Ist die Zecke mit dem FSME-Virus verseucht, wird dieser Virus sofort nach dem Stich übertragen. Bei Lyme-Borreliose nimmt man an, dass die Übertragung der Bakterien erst nach längerem Saugen der Zecke erfolgt. Entscheidend ist auch die Technik der Zeckenentfernung.

Quelle: www.zecken.de
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7. Zecken entferne ich mit Klebstoff und Öl

Klebstoff oder Öl sollten Sie nicht verwenden. Die Zecke erstickt dadurch und kann im Todeskampf Viren (FSME) und Bakterien (Borreliose) in das Blut abgeben.

Nutzen Sie eine spitze Pinzette oder eine Zeckenzange! Fassen Sie die Zecke hautnah! Bewegen Sie diese ein bisschen hin und her, um die Widerhaken am Stechapparat der Zecke zu lockern. Dann herausziehen oder leicht drehen. Ist keine Pinzette oder Zeckenzange zur Hand, die Zecke vorsichtig zwischen den Fingernägeln packen (nicht quetschen!) und senkrecht aus der Haut ziehen. Die Stichstelle anschließend reinigen und desinfizieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: www.zecken.de


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