Vitamin-D-Versorgung im Winter

Der Sommer war lang und wir alle konnten so richtig schön Sonne tanken. Doch kann man Sonnenbestrahlung eigentlich wirklich „tanken“? Wie lange hält das vor? Und was spielt Vitamin D dabei für eine Rolle?

Vitamin D beeinflusst im menschlichen Körper den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel und reguliert dadurch den Auf- und Abbau der Knochen. Außerdem ist es an der Infektabwehr

beteiligt und stärkt die Muskelkraft. Während wir die meisten Vitamine und Mineralstoffe über die Nahrung zu uns nehmen, hat Vitamin D eine Sonderstellung: Nur ein kleiner Teil ist im Essen enthalten. Zu circa 80 Prozent kann der Körper Vitamin D selbst herstellen, und zwar mit Hilfe von Sonnenlicht.

 

Kann man seinen Vitamin-D-Speicher voll tanken?

Leider nein. Ein paar sonnige Monate reichen nicht aus, um für das ganze Jahr versorgt zu sein. Um sich wohl zu fühlen und gesund und fit zu bleiben, benötigt man täglich Vitamin D. Ein Aufenthalt draußen im Tageslicht, und zwar jeden Tag, ist dafür unerlässlich. Da ein kleiner Teil auch über die Nahrung aufgenommen werden kann, sollte man häufig zu Fisch, Pilzen, Rinderleber, Emmentaler, Butter, Margarine und Eigelb greifen oder die Einnahme eines Vitamin-D-Präparates in Erwägung ziehen.

Woran erkennt man einen Mangel?

Ein Mangel an Vitamin D kann bei Kindern zu Knochenerweichung (Rachitis) und bei Erwachsenen zu Osteoporose führen. Auch Depressionen, Antriebslosigkeit und starke Müdigkeit sowie schlechte Wundheilung und Zahnfleischprobleme können Anzeichen für einen Vitamin-D-Mangel sein. In Deutschland verfügen die meisten Menschen zwar über ausreichend Vitamin D, allerdings gibt es Risiko-Gruppen: Wer sich tagsüber viel drinnen aufhält, zum Beispiel im Büro, bekommt oft nicht genügend Tageslicht. Bei Säuglingen empfehlen Kinderärzte oft eine vorbeugende Nahrungsergänzung zum Schutz vor Rachitis. Ältere Menschen

sind eher gefährdet, einen Mangel zu bekommen, da die Vitamin-D-Bildung mit den Jahren abnimmt. Zuverlässig kann man einen Vitamin-D-Mangel jedoch nur mit einem Bluttest feststellen. Zur individuell passenden Dosierung berät Sie Ihr Arzt.

Je mehr, desto besser?

Nein. Während eine Überdosierung aus der Nahrung oder dem Sonnenlicht kaum möglich ist, kann es bei einer falschen

Dosierung von Vitamin-D-Präparaten zu gesundheitlichen Problemen kommen. Dazu gehören die Bildung von Nierensteinen oder eine Nierenverkalkung. Als Richtwerte gelten für Erwachsene maximal 100 Mikrogramm Vitamin D pro Tag über die Nahrung und/oder Nahrungsergänzungsmittel, Kinder bis zum Alter von zehn Jahren sollten nicht mehr als 50 Mikrogramm pro Tag aufnehmen. Wenn Sie ein Vitaminpräparat einnehmen wollen, lassen Sie sich unbedingt testen und vom Arzt oder Apotheker beraten.

Quelle: Mein Tag


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